Das Buch: Erotik im Mittelalter
Das Buch "Erotik im Mittelalter"
Rainer Schubert, erschienen in der Schäfer Druck & Verlag GmbH ISBN978-3-910365-02-5

Erotik im Mittelalter – gab es das überhaupt? In den offiziellen Darstellungen mittelalterlicher Schriften kommt Sexualität, wenn überhaupt, nur als etwas Sündiges vor. Nach Auffassung der Amtskirche galt jede Art von Sexualität als Todsünde, die mit Fegefeuer oder ewiger Verdammnis bestraft wurde. Aber nicht nur im Mittelalter, sondern in fast allen Geschichtsepochen, bis in die heutige Zeit, sind die Menschen weit davon entfernt, sich an unsinnige Regeln zu halten bzw. ist die Obrigkeit resistent gegen die Meinungen der einfachen Leute da unten. Veränderungen bzw. Entwicklungen der Gesellschaft und im Zusammenleben der Menschen werden von denen da oben nicht immer wahrgenommen.
Natürlich gab es Sexualität als Grundbedürfnis des Menschen auch im Mittelalter. Und trotz der massiven Bestrebungen der Kirche, die fleischliche Liebe zu verteufeln, gab es auch bildliche Darstellungen erotischer Szenen, wenn auch im Vergleich zu anderen Zeiten sehr wenige.
In diesem Buch werden die sehr unterschiedlichen Bilder aus den alten Quellen gezeigt und da, wo es möglich war, habe ich diese fotografisch nachgestellt. Auch zu Texten aus dem Mittelalter bzw. zu mehr oder weniger bekannten Ereignissen dieser Zeit wurden Fotografien erstellt. Eine etwas andere Fotoreise durch das „dunkle“ Zeitalter.


Eine verführerische Prinzessin
Im Heldenepos Wolfdietrich aus dem frühen 14. Jahrhundert versucht eine Prinzessin den Gast ihres Vaters zu verführen. Sie legt entblößt in sein Bett und fordert ihn unmissverständlich auf, sie zu befriedigen. „Greift nur beherzt dort zu, wo man Euer Liebesstreben erwidern wird.“
